Fragen und Antworten
Warum gibt's kein Geld fürs Blutspenden?
Dass es fürs Blutspenden kein Geld gibt, hängt nicht damit zusammen, dass der Blutspendedienst Kosten sparen möchte. Dass die Blutspende unentgeltlich erfolgt, hat ganz entscheidende Gründe, die im ureigensten Interesse der Spender und Empfänger sind.
Internationale Studien zeigen nämlich, dass diese Unentgeltlichkeit ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist: Wer nichts an der Blutspende verdient, hat auch kein Interesse, etwas zu verheimlichen. Zudem wäre es auch aus ethischer Sicht nicht zu verantworten, dass Menschen aufgrund einer finanziellen Notlage zur Blutspende motiviert würden.
Dass das Blutspenden absolut freiwillig und ohne Druck geschehen muss, basiert nebst ethischen Gründen auch auf Sicherheitsüberlegungen: Wer sich – sei es auch nur indirekt z.B. durch Überredung von Arbeitskollegen – zur Blutspende gedrängt fühlt, neigt eher dazu, ein allfälliges Risikoverhalten zu verschweigen.
Kann Blutspenden nicht der Gesundheit schaden?
Nein. Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird.
Durch die Entnahme von 450 ml Blut bei der Spende kommt es zu einer kurzzeitigen Verringerung der Gesamtflüssigkeitsmenge im Blutkreislaufsystem. Gleichzeitig ist durch die Blutspende auch die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) reduziert, die für den Sauerstofftransport im menschlichen Körper verantwortlich sind. Beides, (Flüssigkeitsreduzierung und Reduktion der roten Blutkörperchen) werden von einem gesunden Menschen problemlos vertragen und führen in der Regel auch nicht zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens.
Wenn der Spender nach der Blutspende genügend trinkt (ca. 1/2 - 1 Liter Flüssigkeit, keinen Alkohol), dann wird der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen und dem Körper genügend Zeit gegeben, sich an die verringerte Anzahl roter Blutkörperchen anzupassen. Im übrigen dauert die Nachbildung der gespendeten roten Blutkörperchen bei einem gesunden Menschen etwa drei Wochen.
Für den Spender bestehen auch keinerlei Ansteckungsrisiken (z.B. mit Aids- oder Gelbsuchtviren), da für jede Blutspende neue, sterile Nadeln verwendet werden.
Wie oft darf man spenden?
Sofern der Spender sich wohl fühlt und die medizinischen Abklärungen positiv verlaufen, kann im Abstand von etwa drei Monaten bis zu viermal jährlich 450 ml Vollblut oder zweimal monatlich 600 ml Blutplasma gespendet werden.
Der Flüssigkeitsverlust wird innerhalb eines Tages wieder ausgeglichen. Ebenfalls innerhalb dieser Frist werden die für die Abwehr von Krankheitserregern besonders wichtigen weissen Blutkörperchen erneuert. Nach 6 bis 8 Wochen hat der Körper das gespendete Blut vollständig ersetzt. Während der Erneuerungsphase ist die Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.
Wo finde ich weitere Informationen?
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.blutspende.ch (neues Fenster)
www.blutspende-gr.ch (neues Fenster)