Bewohnerferien am Bodensee
Als Höhepunkt dieses Frühsommers, durften vier Bewohnerinnen und ein Bewohner des Altersheims am Talbach das Projekt Bewohnerferien erleben.
Am Samstag 30. April war es nun endlich soweit. Wir verliessen das Altersheim und fuhren mit dem Bus durch das Prättigau. Unser Ziel war es am späteren Nachmittag unser neues Domizil für diese Woche in Eschenz zu erreichen. Unser Zuhause für diese Woche war die 5 ½ Zimmer – Ferienwohnung zum Frohsinn von der Fam. Senn in Eschenz.
Eschenz ist am unteren Bodensee und liegt zirka 20 Kilometer von Schaffhausen entfernt. Nachdem wir alle die Ferienwohnung besichtigt und das Zimmer bezogen hatten, wurde bereits das erste Abendessen vorbereitet. Jeder half tatkräftig mit so gut er konnte. So ging der erste Ferientag bereits zu Ende. Sichtlich müde von der langen Fahrt waren alle froh ins Bett gehen zu dürfen.
Der Sonntag begann mit etwas Regen, alle hofften auf eine Wetterbesserung und tatsächlich meinte Petrus es gut mit uns. Am Mittag kam die Sonne zum Vorschein und schnell stand das Thema im Raum, was unternehmen wir denn heute Nachmittag? Wir entschlossen uns, nach Schaffhausen zu fahren und den berühmten Rheinfall zu besuchen. Am Rheinfall kamen frühere Erinnerungen auf. Zwei Bewohnerinnen erzählten mit grosser Freude, dass sie bereits vor vielen Jahren also noch in ihrer Jungend am Rheinfall waren. Wir spazierten der Promenade entlang und genossen das schöne Wetter, das Softeis und das Ambiente von Ferien. Am Abend wurde das Programm vom nächsten Tag besprochen. Ein Besuch in Salem auf dem Berberaffenberg stand auf dem Programm.
Alle waren gespannt auf dieses Erlebnis, so Haut nah mit den Berberaffen in Berührung zu kommen, denn die Bewohner waren diesen Morgen sehr früh auf. Wir fuhren mit dem Bus bis nach Konstanz. Dort angelangt überquerten wir den Bodensee mit der Fähre. Nach zwanzig Minuten war der Bodensee überquert und wir fuhren nach Salem. Die Storchennester welche sich beim Eingang befinden fanden die Bewohner sehr amüsant. Weil sich das Berberaffengehege auf dem Salemerberg befindet, waren wir sehr froh, dass wir von den Parkwärtern Hilfe bekamen die Rollstühle zu schieben. Es wurde viel gelacht, gestaunt und besonders schön war, bei der Fütterung dabei zu sein. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Parkanlage machten wir uns wieder auf den Heimweg Richtung Schweiz. Nach dem Abendessen wurde bereits rege diskutiert, was denn am nächsten Tag unternommen werde. Wir beschlossen am Nachmittag nach Stein am Rhein zu gehen uns das Städtchen anzuschauen.
Der Dienstagvormittag verging sehr schnell, wir spielen diverse Spiele, führten Gespräche und unternahmen kurze Spaziergänge. Am Nachmittag fuhren wir nach Stein am Rhein. Die Wandmalereinen und die Riegelbauten beeindruckten uns alle. Auch dieser Tag wurde in vollen Zügen genossen.
Der Mittwoch war ein besonderer Ferientag, denn unser offizieller Besuchstag war angesagt. Wir erwarteten sechs Besucher. Zwei aus der Heimat, was uns sehr freute. Die Küchenmannschaft stand schon früh in der Küche und bemühte sich, diverse Köstlichkeiten für diesen Tag vorzubereiten. Wir verbrachten einen schönen Tag zusammen an welchem wieder viele Gespräche geführt wurden. Am Abend wurden Gesellschaftsspiele gemacht und Fern gesehen.
Die Tage vergingen wie im Flug und so brachte bereits der zweitletzte Ferientag am Bodensee an. Heute stand ein Besuch auf der Insel Mainau auf dem Programm. Wir fuhren in Eschenz los und waren in knapp fünfundvierzig Minuten wie in einem Paradies. Die Bewohner strahlten vor Freude so viel verschiedene Pflanzen blühten, Tulpen, Narzissen Rosen etc. Man konnte fast nicht aufhören hin zu schauen, es war prächtig alle genossen dieses spezielle Plätzchen dieser Erde. Aber alles hat ein Ende und so mussten wir wieder zurück nach Eschenz fahren. Der letzte Abend in wurde wieder mit Gespräche führen und spielen abgerundet.
Nach einem ausführlichen Frühstück wurde alles Material verladen und wir machten uns auf den langen Heimweg nach Klosters. Die Fahrt ging dem Bodensee entlang bis nach Romanshorn. Dort machten wir einen Zwischenhalt am Seeufer und gingen zum Abschluss unserer Ferienwoche gemeinsam zum Mittagessen in einem Gartenrestaurant. Nachdem Essen gingen wir ein letztes Mal dem Bodenseeufer entlang spazieren bevor wir den letzten Heimweg unter die Räder nahmen. Zufrieden aber richtig glücklich wieder Daheim am Talbach zu sein, beendeten wir unsere Bewohnerferienwoche am Bodensee, als wir um 16.30 Uhr am Talbach ankamen.
Ich möchte mich bei allen bedanken, welche in irgendeiner Form zum guten Gelingen dieser Bewohnerferienwoche beigetragen haben.
Felix Frank

